Was du nicht neben Lavendel pflanzen solltest
Fragst du dich, was du nicht neben Lavendel pflanzen solltest, damit er auch in deinem Garten seine volle Pracht entfaltet? Möchtest du die typischen Fehler vermeiden, die oft unbewusst gemacht werden? Das Geheimnis liegt darin, die Herkunft und die Bedürfnisse deines Lavendels wirklich zu verstehen. Wir helfen dir dabei, die richtigen Pflanzpartner auszuwählen und eine harmonische Gartengestaltung zu schaffen.
Das Geheimnis eines glücklichen Lavendels
Stell dir einfach die sonnigen, steinigen Hänge Südfrankreichs oder Italiens vor. Genau von dort stammt der Lavendel. Diese Herkunft verrät dir alles, was du über seine Vorlieben wissen musst. Er liebt die volle Sonne, mag es trocken und bevorzugt einen Boden, der eher karg und steinig ist. Nasse Füße, also Staunässe, sind sein größter Feind. Fette, nährstoffreiche Blumenerde, wie sie viele andere Gartenpflanzen lieben, ist für ihn purer Stress. Wenn du das im Hinterkopf behältst, wird die Wahl der richtigen Nachbarn zum Kinderspiel.
Diese Nachbarn mag Lavendel gar nicht
Die Regel ist ganz einfach: Alles, was völlig andere Ansprüche an den Standort hat als dein Lavendel, ist ein schlechter Partner. Daraus ergeben sich drei Hauptgruppen von Pflanzen, die du meiden solltest.
Pflanzen mit großem Durst
Manche Pflanzen, wie zum Beispiel Hostas (Funkien) oder die meisten Farne, haben einen unstillbaren Durst. Sie lieben feuchte, humose Böden und müssen regelmäßig gegossen werden. Pflanzt du sie direkt neben deinen Lavendel, schaffst du eine ständig nasse Umgebung. Diese Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule und ist der sichere Tod für jede Lavendelpflanze. Halte also alle Pflanzen fern, die ständig feuchte Erde benötigen.
Nährstoffhungrige Pflanzen
Lavendel ist ein sogenannter Schwachzehrer. Er kommt mit sehr wenigen Nährstoffen aus. Starkzehrer hingegen, wie viele Prachtstauden oder Gemüsepflanzen, benötigen reichlich Dünger und nährstoffreiche Erde, um zu gedeihen. Ein Lavendel in einem solchen Boden wird zwar schnell wachsen, aber seine Triebe werden weich und instabil. Er verliert seine kompakte Form, kippt bei Regen um und duftet weniger intensiv. Ein Gemüsebeet ist daher der denkbar schlechteste Platz für ihn.
Große Schattenspender
Dieser Punkt ist selbsterklärend. Als Sonnenanbeter aus dem Süden braucht Lavendel Licht und Wärme. Hohe Sträucher oder Stauden, die im Laufe des Tages einen großen Schatten werfen, rauben ihm die Lebensenergie. Der Wuchs wird spärlich, die Blüte fällt mager aus und die Pflanze kümmert vor sich hin. Sorge also immer für einen Platz an der Sonne.
Der Klassiker: Rosen und Lavendel
Du hast es sicher schon oft gesehen, das klassische Bild von blühenden Rosen, umgeben von einem Meer aus violettem Lavendel. Es sieht wunderschön aus, doch gärtnerisch gesehen ist diese Kombination eine echte Herausforderung. Rosen sind nämlich Starkzehrer, die nährstoffreiche, tiefgründige Böden und eine gleichmäßige Wasserversorgung schätzen. Damit haben sie genau die entgegengesetzten Bedürfnisse deines Lavendels. Oft geht diese Partnerschaft auf Kosten einer der beiden Pflanzen.
Wenn du auf dieses Bild nicht verzichten möchtest, gibt es einen Trick: Pflanze sie mit ausreichend Abstand zueinander. Gib der Rose ihre gute, nährstoffreiche Erde und dem Lavendel in seinem Pflanzloch eine magere Mischung aus Gartenerde und Sand. So schaffst du zwei getrennte Zonen und beide können glücklich werden.
Perfekte Partner für deinen Lavendel
Genug der Verbote. Lass uns über die vielen tollen Pflanzen sprechen, die sich wunderbar mit deinem Lavendel verstehen. Die besten Partner sind die, die ähnliche Bedingungen lieben: Sonne, Trockenheit und karge Böden. Damit schaffst du nicht nur eine pflegeleichte, sondern auch eine besonders stimmungsvolle Bepflanzung.
Ideal sind andere mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Salbei oder Thymian. Auch viele Ziergräser wie der Blauschwingel (Festuca glauca) oder das Federgras (Stipa) sind fantastische Begleiter, die mit ihren filigranen Halmen für Leichtigkeit sorgen. Trockenheitsliebende Stauden wie die Fetthenne (Sedum), der Sonnenhut (Echinacea) oder die Katzenminze (Nepeta) sind ebenfalls eine hervorragende Wahl. Als flache Begleiter eignen sich bestimmte Bodendecker, die ebenfalls karge Böden mögen, wie zum Beispiel verschiedene Thymian-Arten.